

Krypta
Nach dem ersten großen Brand von 1750 hat Georg Sonnin bei dem Wiederaufbau von St. Michaelis die Gruft angelegt. Sie zählt zu den größten in Europa. Die Krypta ist auf ihre Art einmalig. Normalerweise wurden die Särge unterhalb des Kirchenbodens untergebracht. Das Außergewöhnliche an dieser Gruft ist, dass sich die Grabkammern unter dem Gruftgewölbe befinden. Jede Grabkammer, in der mehrere Särge übereinander Platz fanden, hat eine Tiefe von 4 Metern.
In der Gruft wurden viele Hamburger begraben, 2425 Tote sind namentlich bekannt. Die berühmtesten sind dabei der Erbauer Georg Sonnin sowie die Musiker Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Mattheson, deren Gräber heute noch zu besichtigen sind.
Während des letzten Krieges diente die Krypta als Luftschutzbunker. Es wurde extra ein Durchgang von der Straße ins das Gruftgewölbe gebaut, damit die Menschen direkten Zugang hatten. Teilweise fanden bis zu 2000 Leute dort Schutz.
Das Gruftgewölbe von St. Michaelis, das sich über die gesamte Kirchenraumfläche erstreckt wurde nun durch eine umfangreiche Sanierung in seine ursprüngliche Gestalt zurück versetzt. Nicht zuletzt wurde die Akustik des Raumes durch die Renovierung optimiert. Die Krypta ist nun sowohl für Kammermusik-Ensembles verschiedener Größen, für Gesang wie auch für Sprechtheater und Rezitationen bestens geeignet.
